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Thorsten Gerhardt 
Einsatzfotografie für Presse,
Feuerwehren &

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Rüdesheim: Übung bei der Strassenmeisterei Rüdesheim

25.11.2014 Einsatzübung der

Freiwilligen Feuerwehr Rüdesheim

mit dem Schwerpunkt Menschenrettung

Bildreportage Christopher Stumpf 

Der Winter 2014 steht kurz vor der Tür, besonders morgens müssen die Autofahrer bald mit glatten Straßen rechnen. Damit die vielen Berufspendler und die Schulbusse sicher ihre Fahrziele erreichen, sind die Mitarbeiter der Straßenmeistereien im Land in den Wintermonaten oft pausenlos im Einsatz, um die Straßen von Eis und Schnee zu befreien.
Auch die Mitarbeiter der Straßenmeisterei Bad Kreuznach, die in Rüdesheim ihren äußerst verkehrsgünstig gelegenen Stützpunkt hat, sind zurzeit damit beschäftigt, die Räumfahrzeuge und Schneepflüge auf ihren harten Kampf gegen glatte Straßen vorzubereiten. Da trotz aller Sicherheitsvorschriften und –maßnahmen nie ganz ausgeschlossen werden kann, dass es bei diesen Vorbereitungstätigkeiten eventuell zu einem Unfall oder Brandereignis kommen kann, kommt in diesen Fällen die Feuerwehr zur Hilfe.
Auf Initiative von Sascha Smagalla, Mitarbeiter der Straßenmeisterei (SM) und aktives Feuerwehrmitglied des Löschbezirks Süd der Feuerwehr Bad Kreuznach, bot die SM der Feuerwehr Rüdesheim an, das weitläufige Gelände und die Hallen für eine Objektübung zu nutzen. Dieses Angebot nahm die Feuerwehr selbstverständlich gerne an. In einer gemeinsamen Begehung stellte Sascha Smagalla der Wehrführung die Örtlichkeit vor, die hervorragende Möglichkeiten für Übungen hergibt. So entstand die Idee für die Abschlussübung der Rüdesheimer Feuerwehr, die den Schlusspunkt der diesjährigen Ausbildungsstaffel zum Thema „Brandbekämpfung und Menschenrettung“ bildete. Der stellvertretende Wehrführer Martin Barth hatte folgendes Szenario vorbereitet: Durch Funkenflug bei Schweißarbeiten an einem Räumgerät entwickelt sich ein Brand in der Werkstatthalle, der rasch auf umstehende Maschinen übergreift. Drei Mitarbeiter sind vermisst. Der Einsatzbefehl erreichte die Einsatzkräfte am Dienstagabend um kurz nach 19 Uhr. Daraufhin machten sich 23 Einsatzkräfte mit Löschgruppenfahrzeug, Tanklöschfahrzeug, Sonderlöschmittelfahrzeug und Rüstwagen auf den Weg zur „Einsatzstelle“ in der Soonstraße. Knut Klein, Gruppenführer des Löschgruppenfahrzeugs begann umgehend mit der Erkundung des Brandobjekts. Von außen war durch die gläsernen Werkstatttore Feuerschein und eine starke Rauchentwicklung zu erkennen. Ein Mitarbeiter berichtete, dass noch drei Mitarbeiter in der Halle seien.
„Rechte-Hand-Suche“
Knut Klein befahl umgehend den Einsatz zur Menschenrettung, um die vermissten Personen aus dem giftigen Brandrauch zu retten. Zwei Trupps drangen, nachdem die Schlauchleitung aufgebaut war, mit Atemschutzgeräten und Wärmebildkamera zur Personensuche ins Gebäude ein. Hierbei wendete der eine Trupp die sogenannte „Rechte-Hand-Suche“ an. Der Trupp orientiert sich hierbei mit der rechten Hand an der Wand und geht so in das Gebäude vor. Er sucht die einzelnen Räume in der Reihenfolge in der verrauchten Halle ab. Mit Hilfe dieser Einsatztaktik wird gewährleistet, dass die komplette Örtlichkeit abgesucht werden kann. Der zweite Trupp begann seine Suche mit der „Linke-Hand-Suche“. Weitere Einsatzkräfte leuchteten die Einsatzstelle aus. Die Löschwasserversorgung wurde in der ersten „Einsatzphase“ durch das 5.000 Liter Wasser fassende Großtanklöschfahrzeug sichergestellt. Unterstützung erhielt Einsatzleiter Knut Klein von Gruppenführer Patric Seefeldt, der zeitgleich mit einer zweiten Löschgruppe Einsatzmaßnahmen auf der Gebäuderückseite einleitete. Hierzu gehörte die Erkundung der rückwärtigen Hallenseite, die Schaffung einer Abluftöffnung für die Einsatzstellenbelüftung und die Verhinderung der Brandausbreitung durch Vornahme eines Löschangriffs. Gefahr durch Gasflaschen gebannt Die erste vermisste Person konnte durch die systematische Personensuche rasch gefunden und an die Rauchgrenze gebracht werden, wo sie von den Kameraden entgegen genommen wurde. Auch die beiden anderen Mitarbeiter wurden in kurzen Abständen gerettet. Durch den Einsatz des Drucklüfters wurde die Halle nach Schaffung der Abluftöffnung vom Brandrauch befreit, was den Trupps im Innenangriff die Sicht wesentlich verbesserte. Dabei erkannten die Einsatzkräfte auch das Schweißgerät mit den Gasflaschen mit Acetylen und Sauerstoff. Das Schweißgerät wurde ins Freie gebracht. Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, sammelten die Gruppenführer die Einsatzkräfte zur Ordnung der Einsatzstelle um sich und besprachen das weitere Vorgehen. Dies war notwendig, um eine gezielte Brandbekämpfung der brennenden Werkstatthalle durchzuführen. Wehrführer Rouven Ginz und sein Stellvertreter Martin Barth hatten die Übung genau beobachtet und erörterten im anschließenden Feedback mit der Mannschaft, was bei den durchgeführten Einsatzmaßnahmen gut geklappt hat und wo in der Zukunft Möglichkeiten zur Verbesserung bestehen. Die Erkundung sowie die Zusammenarbeit der beiden Gruppenführer Knut Klein und Patric Seefeldt war vorbildlich, auch vor dem Hintergrund, dass es für Patric Seefeldt die „Feuertaufe“ als Gruppenführer der Stützpunktfeuerwehr war. Auch das Vorgehen der Trupps zur Personensuche sowie das Schlauchmanagement war einwandfrei und zeigte, dass die regelmäßige Ausbildung der „Basics“ in diesem Jahr gute Früchte trägt. Verbesserungswürdig hingegen war die Aufstellung der Einsatzfahrzeuge, um auch bei einer Lageänderung einsatzfähig zu bleiben. Die teilnehmenden Kameraden waren ebenfalls mit der gezeigten Übungsleistung zufrieden. Die Übungsörtlichkeit wurde als optimal angesehen, da es ein für alle Einsatzkräfte unbekanntes Objekt war. Die Wehrführung dankte Sascha Smagalla für die zur Verfügungstellung des Übungsgeländes und die Zeit, die er ebenfalls in die Betreuung der Übung investierte.

 

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