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Thorsten Gerhardt 
Einsatzfotografie für Presse,
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Bad Sobernheim: Großübung Gefahrstoff

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24.03.2016 Gefahrstoffgroßübung in Bad Sobernheim Reportage Thorsten Gerhardt

Rund 200 Feuerwehrangehörige beteiligten sich am Donnerstagabend auf dem Gelände des Bad Sobernheimer Bahnhofes, bei der großangelegten Übung. Der Landkreis hat diesen einmaligen Spezial-Übungszug der DB AG kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen, nach 2 Tagen Theorie, folgte am Donnerstagabend ab 18 Uhr eine realitätsnahe Grossübung.Tag für Tag, Nacht für Nacht donnern zahlreiche, oft mehrere hundert Meter lange, Güterzüge auf den verschiedenen Gleisverbindungen durch das Land. Da der Transport auf der Schiene wesentlich sicherer verläuft als auf den übervollen Autobahnen, werden hier oft große Mengen Gefahrgut transportiert. Bei einem möglichen Zwischenfall wären die örtlichen Feuerwehren, sowie die Gefahrguteinheit der Feuerwehren die ersten am Unglücksort. Dabei kommt es an Kesselwagen durch technisches, wie menschliches Versagen zu ca. 150 kleineren Leckagen im Jahr. Damit die örtlichen Feuerwehren im Einsatzfall die richtigen Maßnahmen zur Gefahrenabwehr ergreifen, unterhält die DB Netz AG einen Ausbildungszug Gefahrgut.

Die "Gefahrgüter" wurden beim Üben durch Wasser ersetzt. Das kontinuierlich nach gefüllt wurde. Somit wurde auch wieder einmal der Beweis erbracht wie wichtig gemeinsame Ausbildungen, Übungen aller Organisationen sowie das gegenseitige Kennen untereinander ist. Diese Begeisterung übertrug sich auch auf die Ausbilder die ihre Bewunderung über die Begeisterungen,- Teamfähigkeit und den "Wissenshunger" sowie den unerschöpflichen Willen der Übungsteilnehmer zum Ausdruck mehrmals erbrachten. Auch die vielen guten Ideen bei den Abdichtmaßnahmen waren einzigartig.
„Viele Schaulustige, aber auch Teilnehmer schmunzelten über Gefahrstoff auf der Schiene im Nahetal. Aber bei Reparaturen oder Unfällen auf Hauptstrecken, kann mit sofortiger Wirkung auch Güterverkehr in großen Mengen durch das Nahetal transportiert werden. Oder auf der Rheinstrecke bei Bingen kommt es zu einem Unfall und der Kreis Bad Kreuznach schickt seinen Feuerwehr Gefahrstoffzug zur Hilfe, erläutert Uwe Lindenberg Ausbilder der Deutschen Bahn. Sein Fazit der Übung, er wünschte sich etwas mehr Vorsicht beim Besteigen der Kesselwagen, da es auf vielen Strecken elektrische Oberleitungen gibt. Ein weiterer Kritikpunkt durch den Profi, der mit seinem Team und dem DB - Übungszug in ganz Deutschland Schulungen durchführt, war die verspätete Ausleuchten der Einsatzstelle. Aber sein größter Kritikpunkt war die Standortauswahl des Dekontaminierplatzes, zwischen geparkten Autos und dem da raus resultierenden begrenztem Platz.
Kreisfeuerwehrinspekteur Werner Hofmann, berichtete dass er sehr stolz sei, den DB Übungszug gleich zweimal in 12 Monaten an die Nahe zu bekommen. Er war mit dem Übungsverlauf und dem Einsatzleiter Volker Müller zufrieden, selbstverständlich würde es auch Verbesserungspotenzial geben. KFI Hoffmann, die Technische Einsatzleitung und teile der Verwaltung um Bürgermeister Greiner, simulierten die Evakuierung von teilen des Stadtgebietes. Um die geschätzten 1400 Bewohner in verschiedenen Hallen unterzubringen, wurden die Hausmeister, Bürgermeister, die Bundeswehr und die Berufsfeuerwehr angerufen. So wurde die Erreichbarkeit der verschiedenen Organisationen getestet. Die Einsatzleitung fand im neuen Abrollcontainer des Landkreises, der in Hargesheim untergebracht ist, platz. „Die Bundeswehr in Kastellaun sicherte uns binnen 2 Stunden, 300 Betten telefonisch zu, so hätten wir in Weinzeim die Notunterkunft in 5 Stunden voll bezugsfertig, so Hofmann.

Sämtliche Teilnehmer konnten ihr fachliches Wissen vertiefen und haben viele neue Eindrücke gewonnen. Besonders wichtig ist es, dass diese die 200 Teilnehmer/innen ihre Erfahrungen und Erkenntnisse in ihre Einheiten bringen und somit flächendeckend eine große Mannschaftsstärke erreicht wird.

Anhand dieser Übungen wurde schnell klar, dass die Feuerwehren lediglich bei kleineren und mittleren Zwischenfällen adäquate Hilfe leisten können. Sollte ein mit 86 Kubikmeter beladener Gefahrgut-Kesselwaggon ernsthaft verunglücken und diese Mengen freigesetzt werden, kann nur noch das betroffene Gebiet weiträumig abgesperrt werden und nur mit Hilfe von Fachberatern der Deutschen Bahn AG weitere Maßnahmen eingeleitet werden.

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